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Brauchtumspflege der Moosbacher Böllerschützen

Die Gründung der Moosbacher Böllerschützen erfolgt mit dem Ziel, das alte Brauchtum des Schießens im Markt Moosbach und darüber hinaus zu pflegen und zu bewahren.

Landgraf zu Leuchtenberg und Landesfürst Maximilian Emanuel hatte im 16. Jahrhundert dem gemeinen Markt Moosbach gestattet, jährlich ein Gewisses den Scheibenschützen abfolgen und ausschießen zu lassen, um hierdurch die Bürger und Bürgersöhne zum Zielschießen abzurichten, regelmäßig Exercitis zu halten uns somit dem Markt- und Gemeindewesen zum besten appliciren zu können, zu welchem Ende und ihres Eifers und Nachdrucks willen dann dem kurfürstlichen Pflegeamt Treswitz aufgetragen, mit Zuziehung von Bürgermeister und Rat des Marktes Moosbach, eine besondere Schützenordnung zu verfassen.

Bereits am 13. März 1681 wurde daher für den gemeinen Markt Moosbach eine in vierzig Punkte aufgegliederte Schützenordnung erlassen. Hiernach waren jährlich an mehrerenSchießtagen bis zum Abschluss an Michaeli (29. September) Preisschießen abzuhalten bei denen herrschaftliche Preise vergeben wurden. An den Schießen durften sich nur Moosbacher Bürger und Bürgersöhne, aber auch die kurfürstlichen Beamten von Treswitz beteiligen.

Verfehlungen und Beschimpfungen wurden durch die Zahlung von Strafgeld getadelt. So war es z.B. verboten, dass der Schütze im Stand durch Zurufe oder Beschimpfungen belästigt wurde oder dass der Schütze seine Büchse im Zorn hinwirft.

Aus dieser zeit dürfte auch die heute noch gebräuchliche Flurbezeichnung “Schießtrath” entstammen. Gleichlautend wurde in diesem Flurbereich in Moosbach das Gewerbegebiet “ Schießtrath “ ausgewiesen.

Ebenso wurden durch laute Salutschüsse, hochrangiger Besuch angekündigt und begrüßt.

Durch die Interessengemeinschaft Moosbacher Böllerschützen soll dieses altüberlieferte Kulturgut gepflegt und fortgeführt werden.